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EDELMETALLE

PLATIN
Das edelste aller Materialien. Es wird in fast reiner Form verarbeitet, genannt Pt 950. Dies bedeutet, dass die Legierung aus 95% reinem Platin und nur zu 5% aus Zusatzprodukten besteht. Die 5% bestehen hauptsächlich aus Palladium, welches wiederum ein Platinnebenmetall ist. Also eine durch und durch edle Legierung.
Zu erkennen ist das edle Material für Betrachter nicht, wie sagte schon ein bekannter Werbeslogan so treffend: „zu wissen es ist Platin“.
Doch wenn Sie einen Platinring in Ihren Händen halten, werden Sie begeistert sein. Er ist aufgrund der hohen Dichte des Materials ausgesprochen schwer und trägt sich absolut exklusiv.

GOLD
Gold wird auf Grund seiner im reinen Zustand physikalischen Eigenschaften legiert. Das reine Gold oder auch Feingold genannt wäre so nicht stoß- und abriebrobust genug, es ist zu weich.
Dem Material werden weitere Bestandteile hinzugefügt (Silber, Kupfer, …).
Dadurch kann nicht nur eine größere Härte erreicht werden, sondern es entstehen auch verschiedene Farblegierungen. Sehr beliebt sind auch Trauringe die in Bi-Colour gestaltet sind.

GOLDLEGIERUNGEN

GOLD 333 (8 Karat)
Selbst der günstige Preis macht es zu keiner Alternative. Es lässt sich schlecht verarbeiten und der Goldanteil ist sehr gering. Wird von den wenigsten Goldschmieden verarbeiten und kommt meist nur im industriellen Schmuckbereich zum Einsatz.

GOLD 585 (14 Karat)
Die meisten Trauringe werden in dieser Legierung gefertigt, sie ist sehr robust und begeistert durch Ihren angenehmen Gelbton.

Gold 750 (18 Karat)
Durch modernere Legierungsmöglichkeiten ist dieses Material nur noch minimal weicher als die 585-Legierung und besticht durch die intensive Farbe aufgrund des sehr hohen Goldanteils.

GELBGOLD
Die Farbe wird in ihrer Ursprünglichkeit erhalten und nur der Farbton wird durch die einzelnen Legierungen verändert. Es wird mit Silber und Kupfer legiert.

WEISSGOLD
Hier wird der Metallschmelze Palladium (Platinnebenmetall) zugegeben, dadurch färbt sich das Material „weiß“.

ROTGOLD
Hier wird der Metallschmelze Kupfer zugegeben, so erhält das Material seine rötliche Farbe.

SILBER
Die handelsübliche Legierung ist 925, allgemein bekannt als Sterling-Silber. Es gibt aber auch die Legierungen 835 und 800. Da Silber beim Legieren sehr schnell eine gelbliche Verfärbung erhält (durch die Zugabe von z.b. Kupfer), sind diese Legierungen nicht zu empfehlen und in Deutschland so gut wie nicht verarbeitet. Silber hat leider den Nachteil, dass es mit dem Schwefelgehalt in der Luft reagiert und dadurch anläuft. Ein weiterer Nachteil, wenn man sich dazu entscheidet seine Trauringe in Silber anzufertigen ist, dass das Silber viel weicher ist als Gold und Platin und Sie dadurch viel schneller Tragespuren erhalten.

RINGFORM
Auch hier sind wenig Grenzen gesetzt. Empfehlenswert ist allerdings ein Ringprofil das sehr angenehm an der Hand zu tragen ist.
Sehr zu empfehlen sind bombierte Ringe.
Bei dieser Form ist der Ring innen abgerundet, dies garantiert eine optimale Passform.

OBERFLÄCHE
Auch bei der Gestaltung der Oberfläche gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Wobei ich gleich vorwegnehmen möchte, dass sich die Oberfläche verändert, egal für welche Sie sich auch entscheiden mögen.
Egal ob Sie sich für eine Mattierung (grob oder fein) oder für eine Politur entscheiden, im Laufe der Zeit entstehen feine Kratzer, denn durch das tägliche tragen wird das Metall sehr beansprucht.
Man kann die Ringe von Zeit zu Zeit aufarbeiten, sollte aber bedenken, dass dadurch zusätzlich Material abgetragen wird.
Wenn Sie sich für einen Ring mit einem Brillanten entscheiden, so erhält dieser wieder sein Feuer, wenn Sie Ihn mit einer Zahnbürste und Seife reinigen.

 

BRILLANTEN
Sehr beliebte Variante in den Ring der Frau Brillanten einzuarbeiten, dabei werden die Steine meist eingerieben, d. h. der Brillant wird in die Ringschiene eingelassen, es wird keine zusätzliche Fassung angebracht.
Diamanten werden im Schmuckbereich meist im Brillantschliff geschliffen, diese Steine bezeichnet man als Brillant. Der Diamant ist das härteste Material auf der Erde, es besteht aus reinem Kohlenstoff. Nur ca. 5% des gefundenen Materials kann zu Schmucksteinen verarbeitet werden.
Um die Steine zu beurteilen, spricht man auch von den 4 C’s:
Cut - Schliff
Carat - Gewicht
Colour - Farbe
Clarity - Reinheit

CUT
Der meist verwendete Schliff ist der Brillantschliff, er besteht aus 57 Facetten. Er hat sich über Jahrhunderte entwickelt, das einfallende Licht wird senkrecht wieder aus dem Stein zurückstrahlt. Dabei spricht man vom Feuer des Diamanten. Zunächst war es schwierig den Diamanten aufgrund seiner Härte zu bearbeiten. Man fand aber heraus, dass er eine hohe Spaltbarkeit besitzt, so konnte man den Stein bearbeiten und den typischen Schliff im laufe der zeit entwickeln und perfektionieren.
Dabei kommt es nicht nur auf das Schleifen der 57 Facetten an, sondern auch auf perfekte Proportionen. Da Proportionsabweichungen auch eine Auswirkung auf die Brillanz haben, ist dadurch auch der Preis bestimmt.

CARAT
Carat ist die Gewichtseinheit bei Steinen,
ein Carat (ct) = 0,2 Gramm.

Größenbeispiele:
Æ1,0mm = 0,005ct
Æ2,0mm = 0,03ct
Æ3,0mm = 0,10ct
Æ5,0mm = 0,50ct
Æ6,5mm = 1,00ct

COLOUR
Die so genannte Cape Serie umfasst Steine absoluter Farblosigkeit bis hin zu Leichtgetönten ­Diamanten. Wobei es sich bei den getönten
Steinen nicht um Farbsteine handelt.
Meist verwendete Farben sind Top Wesselton und Wesselton.

Im Handel gebräuchliche Bezeichnungen:
River = hochfeines weiß
Top Wesselton = feines weiß
Wesselton = weiß
Top Crystel = leicht getöntes weiß
Crystel = getöntes weiß
Top Cape = schwach gelblich
Cape = gelblich
Light Yellow = schwach gelb
Yellow = gelb

CLARITY
Die Reinheit wird bei 10facher Vergrößerung
beurteilt. Da der Stein Einschlüsse enthalten kann wie Gasbläschen, Mineralien oder auch feine Risse.

Im Handel gebräuchliche Bezeichnungen:
Nur bei 10-facher Vergrößerung erkennbar, die Brillanz wird nicht gemindert.

IF = Internally Flewless = Absolut lupenrein

VVS = Very Very small inclusions = Sehr, sehr kleine Einschlüsse, schwer erkennbar

VS = Very small inclusions = Einige sehr kleine Einschlüsse erkennbar

SI = Small inclusions = Leicht erkennbare Einschlüsse

Ab hier ohne Vergrößerung erkennbare Einschlüsse. Die Brillanz wird gemindert. Diese Steine sind nicht zu empfehlen.

P1 = Pique 1 = Deutliche Einschlüsse mit der Lupe leicht mit dem Auge schwer zu erkennen.

P2 = Pique 2 = Zahlreiche Einschlüsse

P3 = Pique 3 = Große und oder zahlreiche Einschlüsse